Die drei grundlegenden Elemente des traditionellen Taekwon-Do

Grossmeister Gerd Göres

HYONG - Form 
Kampf mit imaginären Gegnern, Schulung von Koordination und Atmung hierbei handelt es sich um eine festgelegte Abfolge von Angriffs und Verteidigungs Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner. Dieses Formentraining ermöglicht es dem einzelnen auch schwierige Techniken zu trainieren und zu perfektionieren, ohne dabei andere zu verletzen oder zu gefährden. In den Taekwon-Do Schulen von Großmeister Kwon, Jae-Hwa wird ein System aus 20 Formen gelehrt.


KYEK PA - Bruchtest 
Höchsleistung durch absolute Konzentration auf einen PunktDa die Techniken wegen der damit verbundenen Gefahren für einen Gegner nicht am Menschen trainiert werden, bedient man sich zum Test der Effektivität des Erlernten des Bruchtestes. Hier wird mit Hand- und Fußtechniken Materie (Holz und Stein) zerschlagen; nicht zum Selbstzweck, sondern zur Perfektionierung der Technik und zur Stärkung des Selbstvertrauens. Der Bruchtest ist kein Element des täglichen Trainings, vielmehr dient er dem Übenden als Prüfung des bisher Erreichten.

TAERYON - Freikampf Im Traditionellen Taekwon-Do wird der Freikampf ohne Kontakt ausgeübt. Im Ein-Schritt-Kampf und im Freikampf werden die erlernten Angriffs- und Verteidigungstechniken gegen einen oder mehrere sich bewegende Gegner angewendet. Die harte Reglementierung soll die Übenden optimal schützen und zu Disziplin, Fairness und Höflichkeit - auch im Rahmen einer Auseinandersetzung - beitragen. Der Kampf im Taekwon-Do fördert Ausdauer, Kreativität und Wahrnehmungsfähigkeit; Mut und Widerstandskraft werden trainiert. Der Schüler lernt, Verantwortung zu übernehmen und für seine Handlungen und Ansichten einzustehen. Im Laufe der Zeit erkennen der Schüler und sein Umfeld, dass sich intensives Taekwon-Do-Training auch auf die anderen Lebensbereiche wie Schule, Beruf und Privatleben positiv auswirkt.